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11.Februar 1943. Sehr geehrter Herr Blaser!...
Verzeihen Sie mir, dass ich Ihnen so lange keine Antwort gab, aber ich muss Ihnen frei und offen gestehen, dieser Brief kränkte mich zu schreiben, aber nun muss es sein.
Wie Sie sich denken können, leider unter Tränen muss ich ihn schreiben, denn das Heimweh nach meinem lieben guten Hans Sauter taucht immer wieder auf und die Wunde kann nie mehr heilen, denn er war ein wirklich braver, tapferer Kerl. Wie hatte er sich bemüht bis spät in die Nacht hinein als Scharführer bei der Hitlerjugend. Sie kannten ihn ja selbst mit seinem guten Charakter. Ich habe mich bemüht, ihn hochzubringen, ja leider alles ist umsonst, unser lieber feiner Hans soll nimmermehr kommen. Ja leider, es werden noch viele dran kommen.
Nach seinem letzten Urlaub am 2.6. ging er wieder weg, ich begleitete ihn ein Stück weit. Als wir im oberen Gullen waren, drehte er sich um und sagte: "Ja, Mutter, muss mich doch noch mal umschauen und die Gegend ansehen!" Ja, er spürte etwas, ich auch. Er ging schwer, aber doch sehr tapfer dabei und ließ sich nichts anmerken. Am 31.7. soll er gefallen sein, über Birmingham in England waren sie, alle vier sollen tot sein.
Näheres weiß ich nicht, wo er liegt und wie's gegangen ist. Jedenfalls ein scheußlicher Tod. Wir wollen hoffen, dass auch noch welche zurückkehren, denn das ist eine ganz ernste, schwere Sache. Habe noch zwei Söhne und einen Schwiegersohn draußen..."
Quelle: "Chronik der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen der Gemeinde Bodnegg".Verlag Geiger, Horb, 2006 dokumentiert von Agnes Moosmann, Tübingen.
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