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Historie 1914-1918

D-31135 Hildesheim – RIR 77

In den Tagen vom 03. – 09.08.1914 wurde das RIR 77 aufgestellt. Regimentsstab und das III. Btl. wurde beim Bezirkskommando Hildesheim gebildet, das I. Btl. und die MG-Kompanie beim IR 79 und das II. Btl. wurde beim Bezirkskommando Hameln zusammengestellt. Die aktiven Offiziere und der Stamm der Unteroffiziere kamen von dem Königin Elisabeth Grade Grenadier Regiment Nr. 3, dem Garde Grenadier Regiment Nr. 5 und der Infanterie-Schießschule.
Das Regiment wurde in die 2. Garde Reserve Division eingereiht und bildete mit dem RIR 91 die 38. Reserve Infanterie Brigade.
Das Regiment wurde im Ersten Weltkrieg nur an der Westfront eingesetzt. In der Schlacht bei Namur erlitt das Regiment bei Marbaix-Gozée die ersten schweren Verluste, es kämpfte weiter in der Schlacht bei St. Quentin, in der Marneschlacht, bei Reims begann im September 1914 der Stellungskrieg. In den Argonnen mussten die Soldaten den Waldkampf über sich ergehen lassen, es folgte die Schlacht bei La Bassée, Stellungskampf, die Herbstschlacht bei La Bassée und anschließend der Stellungskampf im Artois. In der Schlacht an der Somme entrichtete das Regiment einen hohen Blutzoll, Stellungskrieg im Sommegebiet und Kämpfe in der Siegfriedstellung folgten. In Belgien sind die Kämpfe im Wytschaetebogen, die Sommerschlacht und die Herbstschlacht in Flandern verlustreich. Weiterhin kämpfte das Regiment in der Großen Schlacht in Frankreich, bei Monchy und Bapaume. Kämpfe zwischen Albert und Arras, bei Dury und Villers lez Cagnicourt, vor der Siegfriedfront folgten. Abwehrkämpfe bei La Bassèe, bei Armentiéres – Lens, zwischen Deule Kanal und Schelde, in der Hermannstellung bei Tournai und endlich der Frieden am 11. November 1918. Bevor der Rückmarsch in die Heimat erfolgte, verrichtete das Regiment in Brüssel bis zum 17.11.1918 noch den Sicherungsdienst. Per Fußmarsch wurde Anfang Dezember Ost Herbede an der Ruhr erreicht. Dort wurde die 2. Garde Reserve Division aufgelöst. Am 17. Dezember 1918 rückte das Regiment in Hildesheim ein und schon am 18. Dezember begannen die Demobilmachungsarbeiten.

Quellenangabe:
Regimentsgeschichte RIR 77

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