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Staat:  Deutschland Land   :  -keine Angaben-
Kreis:  -keine Angaben- Region: -keine Angaben-
Gedenkstätte: Online-Gedenkbuch / Deutsche Bundeswehr
Inhalt: Angehörige der Bundeswehr, die in Folge der Ausübung ihrer Dienstpflichten für die Bundesrepublik Deutschland ihr Leben verloren haben.
Zusammengestellt aus unterschiedlichsten Quellen. Unter Teilnahme vieler Reservisten - Kameradschaften, ehemal. Soldatenverbänden etc.
Beitrag: L.Bäumer / M.Kantehm / J.Winkelbach / J.Siemer / J.Libera / K.H.Wöhlert Major a.D.




EIN HELD DER SICH OPFERTE
Am 15.09.1964 gegen 11:00 Uhr startet auf dem Fliegerhorst Lechfeld eine Lockheed T-33A des Jagdbombergeschwaders 32 zu einem Instrumentenübungsflug. Im vorderen Cockpit sitzt Oberleutnant Ludger Hölker (30 Jahre), im hinteren Cockpit Major Walter Sütterlin (42 Jahre).

Der Hauptteil des Fluges verläuft ohne technische Probleme. Nach einem Durchstoßen der Wolkendecke im Instrumentenflug beabsichtigt Major Stütterlin einen Radaranflug auf den Fliegerhorst Lechfeld durchzuführen. Nach rund einer Stunde Flugzeit stellt die Besatzung in rund 1.000 Meter Flughöhe einen Leistungsverlust des Triebwerkes fest.

Oberleutnant Hölker übernimmt die Steuerung des Flugzeuges und versucht erfolglos die Leistung des Triebwerkes wieder zu steigern. Das Flugzeug verliert stetig an Höhe. Die Schleudersitze des Flugzeuges erlauben einen sicheren Ausstieg nur bis zu einer bestimmten Mindestflughöhe. Wird diese unterschritten, so kann sich der Fallschirm des Piloten nicht mehr öffnen.

Major Sütterlin stellt fest: "Wir müssen jetzt aussteigen!". Dem entgegnet Oberleutnant Hölker: "Noch nicht! Erst müssen wir über die Häuser weg!". Sie überfliegen ein Industriegelände in Bobingen und die Gemeinde Straßberg bevor Major Sütterlin als erster den Schleudersitz betätigt, gefolgt von Oberleutnant Hölker. Während Sütterlin am Fallschirm durch die Bäume fällt, prallt Oberleutnant Hölker mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum und erleidet schwere innere Verletzungen.

Drei Stunden später stirbt Oberleutnant Ludger Hölker im Krankenhaus Schwabmünchen.

Die Flugunfalluntersuchung ergibt: "Oberleutnant Hölker verblieb nach dem Schubverlust bewusst lange im Flugzeug, um den Absturz des Flugzeugs auf besiedeltes Gebiet zu vermeiden. Er bewahrte die Gemeinde Straßberg damit vor einer Katastrophe!"

 


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erfaßt von: Redaktion, am 13.11.2009

 

 

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