* Die Aufständischen Buren der Kapkolonie unter Maritz und Kemp hatten sich am Ende des Jahres 1914 näher an die Südostecke des Schutzgebietes herangezogen und dort mit wechselnden Erfolg gegen die Unionstruppen gekämpft. Die Ereignisse um die Jahreswende sind jedoch dunkel und die Nachrichten darüber widersprechend. Jedenfalls hat sich Kemp mit seinem und einem Teil des Kommandos Maritz bald ergeben.
Major Ritter wurde daher mit einer stärkeren Abteilung nach der Südostecke des Schutzgebietes entsandt, während der Major Bauszus das Kommando über die etwa noch 800 Mann starke Truppe in Aus übernahm, das allmählich zu einer so starken Feldbefestigung ausgebaut worden war, dass die in Garub westlich von Aus stehenden feindlichen Truppen trotz ihrer Überlegenheit keinen Angriff wagten.
Die gewaltsame Erkundung Major Ritters (zwei Kompanien, eine Batterie, verstärkt durch eine bisher selbständige Abteilung des Oberleutnants Freiherr von Hadeln) war zunächst von Erfolg begleitet. Anfang Februar griff er die am Nordufer des Oranje in der Kapkolonie bei Kakamas verschanzten Engländer überraschend an, warf sie über den Fluss und zerstörte sämtliche Fähren. Da der Feind aber fortgesetzt Verstärkungen erhielt und eine Umgehung zu befürchten war, wurde die Abteilung nach scharfem Gefecht, in dem Oberleutnant Voigts, die Leutnants Moebus und von Wegnern fielen, wieder auf Ukamas zurückgenommen.
Quelle: Braunscheiger im Weltkrieg, Braunschweig 1920.
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