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Frontflieger im 1.Weltkrieg
 
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Wehrmacht-Lexikon-Luftwaffe

2. WELTKRIEG

"LUFTSCHLACHT ÜBER THÜRINGEN"

Ab Mitte 1944 nahmen die alliierten Flächenbombardierungs-Angriffe mit Großverbänden von gleichzeitig meist hundert bis Zweitausend und mehr Flugzeugen gegen Ziele im Reichsgebiet weiter verheerend zu. Die Geschwader der Deutschen Luftwaffe hatten sich zu Verteidigung, im weiteren Verlauf bis zum Ende des Krieges, einer immer größer werdenden Übermacht der alliierten Bomber- und Jagdfliegerverbände entgegen zu stellen.

Am 27. September 1944, in einem der dramatischsten Luftkämpfe des 2. Weltkrieges, in der sog. „Luftschlacht über Thüringen“, im hessisch/thüringischen Luftraum mit dem Zentrum über Herleshausen, Gerstungen, Lauchröden und Richelsdorf, stürzten 30 US-Bomber vom Typ B-24 „Liberator“, ein US-Jäger und 29 Jagdflugzeuge der Deutschen Luftwaffe ab.

Die 445. Bombergruppe der 2. Division in der 8. Amerikanischen Luftflotte (8. USAAF) sollte gemeinsam mit anderen Gruppen (insgesamt mit 283 B-24 Bombern der 2. Bomber-Division) an diesem Tag die Henschel-Werke in Kassel angreifen. Sie wurden zum Schutz von 198 Jägern vom Typ P-51 „Mustang“ begleitet. Die 445. Bombergruppe, mit insgesamt 35 Maschinen, kam  wegen schlechter Sichtverhältnisse vom Kurs ab und verfehlte auch das Ausweichziel, den Bahnhof von Göttingen. Die Bomben fielen auf freies Feld. Auf dem Rückflug wurden die B-24, die zu dieser Zeit keinen Schutz durch Begleitjäger mehr hatten, gegen 11.00 Uhr im Großraum Eisenach von Staffeln und Sturmgruppen der deutschen Jagdgeschwader 3 (Udet), 4 und 300 abgefangen. Die Luftkämpfe entwickelten sich zu einem Inferno am Himmel und Debakel für die US-Amerikaner, die völlig überraschend von überlegenen deutschen Jagdstaffeln und Sturmgruppen gestellt wurden. Trotz der späteren Unterstützung durch US-Jäger wurden 30 B-24 „Liberator“ und eine „Mustang“ abgeschossen. 118 US-amerikanische Piloten und Besatzungsmitglieder fanden den Tod. 121 überlebten in deutscher Kriegsgefangenschaft. Es waren mit die höchsten Verluste, die eine US-Bombergruppe bei einem Einsatz erlitt. 18 deutsche Jagdflieger kamen ums Leben. Sieben weitere unbekannte Tote forderte der Absturz eines deutschen Flugzeuges auf ein Lazarett.

An der Stelle, an der die US-amerikanische Führungsmaschine mit dem Gruppenkommandeur Captain Chilton und dem Geschwader-Kommodore Major McCoy im Seulingswald zerschellte, wurden die Namen der Flieger beider Nationen auf zwei großen Findlingen zum Gedenken verzeichnet. Ihr Schicksal soll die Lebenden mahnen, dem Frieden und der Freundschaft unter den Völkern zu dienen.

Die Darstellung des historischen Geschehens beruht auf einer Untersuchung von Walter Hassenpflug, Friedlos. Die GEDENKSTÄTTE wurde am 1. August 1990 in der Schirmherrschaft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. unter großer  US-amerikanischer und deutscher Teilnahme eingeweiht. Die Gedenkstätte steht unter der Obhut der Gemeinde Ludwigsau.

Beitrag:
Beitrag und Fotos: Jürgen Winkelbach 29.10.2009

Quellenangabe:
Quelle: U.a.: Veröffentlichungen von Walter Hassenpflug „Die deutsch-amerikanische Fliegergedenkstätte in der Gemeinde Ludwigsau“.

 

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