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Georg Baumann war Besatzungsmitglied des Zeppelin Z19. Gemäß Schreiben des deutschen Konsulats in Esbjerg ist das Luftschiff am 01.02.1916 auf der Nordsee gestrandet.
Obermaschinist Baumann, in Zivil Werkmeister eines süddeutschen Elektrizitätswerks, hatte den letzten Gruß an seine Frau und seine fünf kleinen Kinder der Thermosflasche anvertraut, die nach Monatsfrist von einem schwedischen Schiff aufgefischt wurde.

"Liebe Grete und Kinder schrieb er. Ich befinde mich augenblicklich in großer Gefahr, bin mit unserem Schiff ins Meer gefallen Liebe Grete! Bis zur letzten Stunde auf Rettung hoffend, ist es anders bestimmt, nun, so ist es Gottes Wille. Getreu bis in den Tod, grüßt und küsst Dich und die Kinder herzlichst Dein treuer Georg! "
Baumanns Postkarte ist datiert vom 1. Februar, nachmittags 16 Uhr. Das treibende Wrack hat sich über Nacht noch gehalten, am 2. Februar vertraut der Wachoffizier des L19, Leutnant z. S. Erwin Braunhof, Pfarrerssohn aus dem Hannoverschen, sein Lebewohl dem Meere an, das ist weniger hart als wenn Menschen es an den Vater weitergeben
"Zwei Tage und zwei Nachte umhergeschwommen. Keine Hilfe. Grüße Dich. Ein englischer Fischdampfer wollte uns nicht retten. Erwin! "

Das Luftschiff L19:
Nach einer Angriffsfahrt auf England, bei der knapp zwei Tonnen Bomben geworfen wurden, erlitt das Luftschiff den Ausfall dreier Motoren. Es geriet unter Beschuss und stürzte in die östliche Nordsee. Der britische Fischkutter King Stephen verweigerte den Schiffbrüchigen die Hilfe. Alle Besatzungsmitglieder starben in der kalten Nordsee.
Die Besatzung:
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Odo Löwe (Kommandant), Georg Baumann, Erwin Braunhof, Andreas Busch, Hans Constabel, Johannes Dreyer, Arnold Flade, Wilhelm Kähler, Wilhelm Köppen, Kurt Kröner, Otto Kruse, Artur Rinken, Bruno Rödmann, Heinrich Specht, Otto Uhle.
Die Tragödie des Luftschiff L19: www.zeppelin-museum.dk
Quelle. Olaf Berg Nielsen / Dänemark (18.11.2011)
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