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Am Ende haben unzählige Kriegsopfer eine Geschichte. Ludger Bäumer sucht nach Gefallenen aus dem ganzen Kreis Recklinghausen.
Seit rund zwei Wochen ist die neue Datenbank von Ludger Bäumer online. Schon über 4 500 Zugriffe wurden seitdem registriert.
Zu Anfang waren es Menschen, von denen Ludger Bäumer kaum mehr wusste als den Namen, nach langer Recherche kannte er ihre Geschichte: Soldaten-Schicksale, die jetzt auf einer Internet-Seite nachzulesen sind.
Begonnen hatte Bäumers Suche nach Opfern der zwei Weltkriege mit einer Chronik über die eigene Familie. "Dabei bin ich dann auf die Schicksale von Familienmitgliedern gestoßen, die im Krieg gefallen waren", erinnert sich der 47-Jährige. Seine Recherche begann und endete bis heute - immerhin zwei Jahre später - nicht mehr. Den Verbleib von 1 500 Kriegstoten konnte Bäumer inzwischen klären, eine beachtliche Zahl, die dennoch kaum erahnen lässt, welche gewaltige Recherche-Arbeit dahinter steckt. Doch bevor er Namen und Geschichte der Toten in seine neue Datenbank www.soldatenfriedhof.de aufnehmen kann, steht ihm meist eine längere Suche bevor.
Internet-Suchmaschinen werden bemüht, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge oder Stadtverwaltungen nach Gräbern der Gefallenen befragt. "Noch heute wissen viele Familien nicht, wo ihre Toten beerdigt wurden und wie sie gestorben sind", erzählt Ludger Bäumer, der den erschütternden Leidensweg der Opfer dokumentieren möchte. So klärte er erst kürzlich das Schicksal eines Oer-Erkenschwickers, der bei einem Schiffsuntergang in der Agäis zu Tode kam. "Dabei kannte ich nur den Ort des Untergangs und den Namen des Toten." Eine quälende Suche auf englischen und deutschen Internet-Seite begann. "Und je länger die Recherche dauert, desto ehrgeiziger wird man", beschreibt Bäumer seinen Ansporn für die mühsame Arbeit. Am Ende stand der Erfolg: Er kannte sowohl den Namen des gesunkenen Schiffes, als auch den des englischen U-Boots, das es versenkt hatte. Die Dankbarkeit der Angehörigen lässt sich oft gar nicht beschreiben: "Sie sind meist einfach nur glücklich, endlich zu wissen, wo ihr Vater oder Bruder gefallen ist.
Enthält seine Datenbank bisher zum Großteil die Schicksale gefallener Stimbergstädter, möchte Bäumer nun auch die Geschichte der Kriegsopfer aus anderen Kreisstädten festhalten. Für jede Mithilfe ist er deshalb dankbar (Tel: 5 95 15). FK
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